Sie wurde als Volksbücherei gegründet und hat bis heute ihren überregionalen Charakter bewahrt.

Die Bibliothek war zunächst in zwei Räumen des heutigen Rathauses untergebracht und fand ab dem Jahre 1988 in den Räumlichkeiten der Mühlenhaupt-Villa, Horkaer Straße, ihre Heimstatt.

Am 01.01.1993 übergab das Landratsamt die damalige Stadt-und Kreisbibliothek in die Trägerschaft Stadt Niesky. Der Sitz der Stadtbibliothek Niesky ist seit 1999 in dem historischen Gebäude des „Alten Pädagogiums“.

Auf 3 Etagen und 600 m² präsentiert sie sich mitten im Stadtzentrum modern und vielgestaltig ausgestattet und bietet ein breites, sich laufend erneuerndes Angebot für alle Altersgruppen.

Als zentraler Ort des lebensbegleitenden Lernens fördert die Stadtbibliothek das Lesen als wesentliche Kulturtechnik, unterstützt die Vermittlung von Medien- und Informationskompetenz sowie die schulische und berufliche Aus- und Fortbildung.

Sie ist lebendiger Treffpunkt für die gesamte Bevölkerung und bietet ebenso Gelegenheit zum Innehalten, Auftanken und Ausspannen.


 Das „Alte Pädagogium“ wurde als erstes repräsentative Gemeinhaus der neu gegründeten Brüdergemeindesiedlung Niesky erbaut.

Der Architekt Siegmund August von Gersdorf prägte mit diesem Bau den typischen barocken Stil für zukünftige Gemeinhäuser der Brüdergemeinde.  

Im Juli 1745 wurde der Grundstein für das ursprünglich als Wohnhaus für ledige Brüder gedachte Gebäude gelegt. Schon Ende Dezember desselben Jahres konnten die unteren Räume bezogen werden. Bis zur Errichtung eines Bett- und Gemeindesaales wurde der Chorsaal im ersten Obergeschoss auch für Gottesdienste und Versammlungen der ganzen Gemeinde genutzt.  

Mit der Verlegung der Internatsschulen der Brüdergemeinde nach Niesky erhielt das Haus seine neue Bestimmung. Zunächst zogen im September 1751 vorübergehend die Schüler der Unitäts-Knabenanstalt in die Räume.  

Seit 1760 belegte das Pädagogium als weiterführende Schule das Gebäude. Nach Fertigstellung des benachbarten neuen Pädagogiumsgebäudes im Jahre 1865 (1945 zerstört) befanden sich im „Alten Pädagogium“ Wohnungen für Angestellte der Schulen.  

Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Objekt anderen Verwaltungseinrichtungen zugeordnet, unter anderem fanden hier die Jugendzahnstation sowie die Kreisdirektion der Staatlichen Versicherung ihren Sitz.  

Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten in den Jahren 1997/98 hat sich ab März 1999 die Stadtbibliothek Niesky im Gebäude etabliert.